Ganzkörperpeeling selber machen: Schritt für Schritt

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Ein Ganzkörperpeeling kannst du in wenigen Minuten selber machen: Du brauchst nur ein Peelingkorn (Zucker oder Salz), ein Trägeröl und optional ein paar Tropfen ätherisches Öl. Zwei Teile Korn auf einen Teil Öl ergeben eine Paste, die abgestorbene Hautschüppchen löst und die Haut glatter macht. Ein Rezept reicht für den gesamten Körper und kostet unter einem Euro.

Raue Stellen an Oberschenkeln, Oberarmen oder Schienbeinen, ein fahler Teint nach dem Winter, teure Fertigprodukte im Regal – das sind die typischen Gründe, warum viele nach einer selbstgemachten Alternative suchen. Die gute Nachricht: Ein wirksames Peeling für den ganzen Körper besteht aus Zutaten, die in fast jeder Küche stehen. In diesem Beitrag findest du drei erprobte Rezepte, die richtige Anwendung, Hinweise zu Hauttypen und die häufigsten Fehler. So sparst du Geld, vermeidest Mikroplastik und weißt genau, was auf deine Haut kommt.

Was ist ein Ganzkörperpeeling überhaupt?

Ein Ganzkörperpeeling ist eine Pflegeanwendung, die abgestorbene Hautzellen von der gesamten Körperoberfläche entfernt. Man unterscheidet mechanische Peelings mit reibenden Körnern und chemische Peelings mit Säuren wie Frucht- oder Milchsäure.

Beim Selbermachen geht es fast immer um ein mechanisches Peeling. Die obere Hautschicht, das Stratum corneum, erneuert sich laut Epidermis-Beschreibung etwa alle vier Wochen. Ein Peeling unterstützt diesen natürlichen Prozess und macht die Haut aufnahmefähiger für Feuchtigkeit.

Der Begriff Peeling leitet sich vom englischen „to peel“ (schälen) ab und beschreibt laut Wikipedia das Ablösen der obersten Hornschicht. Wer die Grundlagen vertiefen möchte, findet in unserem Beitrag zum Haut Peeling selbst machen: Schritt für Schritt erklärt die wichtigsten Basics.

Welche Zutaten brauche ich für ein Ganzkörperpeeling?

Für ein Ganzkörperpeeling brauchst du drei Bausteine: ein Peelingkorn, ein Trägeröl und optional einen Duft- oder Wirkstoff. Das Mischverhältnis liegt bei zwei Teilen Korn auf einen Teil Öl.

Als Korn eignen sich Zucker, Meersalz oder gemahlener Kaffee. Als Öl funktionieren Olivenöl, Kokosöl oder Mandelöl. Ätherische Öle wie Lavendel oder Zitrone geben Duft, sind aber nicht nötig.

Peelingkorn Grobheit Geeignet für
Feiner Zucker mild empfindliche, trockene Haut
Rohrzucker mittel normale Haut
Meersalz (fein) kräftig robuste Haut, Ellenbogen, Fersen
Kaffeesatz mittel normale bis robuste Haut

Salz zieht Wasser aus der Haut und wirkt intensiver, deshalb ist es für Gesicht und sehr trockene Stellen weniger geeignet. Zucker ist milder und löst sich leichter auf. Wer weitere Kornvarianten sucht, findet Anregungen im Beitrag Körperpeeling selber machen: 3 einfache Rezepte mit Zucker und Salz.

Ganzkörperpeeling selber machen: drei einfache Rezepte

Die folgenden drei Rezepte für ein selbstgemachtes Ganzkörperpeeling reichen jeweils für eine Anwendung am kompletten Körper. Alle Mengen lassen sich problemlos verdoppeln, wenn du auf Vorrat mischen möchtest.

Rezept 1: Zucker-Öl-Peeling für empfindliche Haut

Vermenge 6 Esslöffel feinen Zucker mit 3 Esslöffeln Olivenöl. Für den Duft gibst du 3 bis 5 Tropfen Lavendelöl dazu. Diese milde Variante eignet sich für trockene und gereizte Haut.

Rezept 2: Salz-Peeling für robuste Stellen

Mische 6 Esslöffel feines Meersalz mit 3 Esslöffeln Kokosöl (bei Zimmertemperatur flüssig). Dieses Rezept ist kräftiger und ideal für Ellenbogen, Knie und Fersen. Auf frisch rasierter Haut solltest du es meiden.

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Rezept 3: Kaffee-Peeling zum Aufwachen

Verrühre 5 Esslöffel Kaffeesatz mit 3 Esslöffeln Mandelöl und 1 Esslöffel Zucker. Das Koffein regt die Durchblutung an und der Duft weckt am Morgen. Kaffee färbt helle Fugen leicht, deshalb gut nachspülen.

Wer beim Mischen komplett auf natürliche Zutaten setzen möchte, findet weitere Ideen im Ratgeber natürliches Peeling selber machen.

Wie wende ich ein selbstgemachtes Körperpeeling richtig an?

Trage das Peeling auf die angefeuchtete Haut auf und massiere es mit kreisenden Bewegungen ein. Beginne bei den Füßen und arbeite dich nach oben – das folgt dem Verlauf der Lymphbahnen und regt die Durchblutung an.

Lass die Masse ein bis zwei Minuten einwirken und spüle sie dann lauwarm ab. Der Ölfilm, der zurückbleibt, versorgt die Haut zusätzlich mit Feuchtigkeit. Danach tupfst du dich trocken statt kräftig zu rubbeln.

Am wirksamsten ist die Anwendung unter der Dusche direkt vor dem Abtrocknen. Ein warmes Entspannungsbad selber machen öffnet vorher die Poren und macht das Peeling angenehmer.

Wie oft sollte man ein Ganzkörperpeeling machen?

Ein Ganzkörperpeeling ein- bis zweimal pro Woche reicht völlig aus. Häufigeres Peelen kann die Hautbarriere schwächen und zu Rötungen oder Trockenheit führen.

Im Winter, wenn die Haut ohnehin trockener ist, genügt oft eine Anwendung pro Woche. Bei fettiger oder unreiner Haut sind zweimal wöchentlich möglich. Achte immer auf die Reaktion deiner Haut und reduziere die Frequenz, wenn sie spannt.

Für welchen Hauttyp eignet sich welches Peeling?

Trockene und empfindliche Haut verträgt milde Zuckerpeelings am besten, robuste Haut profitiert von Salz. Die Wahl des Trägeröls kannst du an deinen Hauttyp anpassen.

Für trockene Haut sind Oliven- oder Mandelöl ideal, weil sie reichhaltig sind. Für fettige Haut eignet sich leichteres Jojobaöl. Wer sein Gesicht mitpflegen will, sollte dort ein feineres Korn nehmen und die Tipps zur Gesichtsmaske für trockene Haut selber machen ergänzen.

Warum lohnt sich der Verzicht auf Mikroplastik?

Selbstgemachte Peelings enthalten keine Mikroplastikpartikel, die in industriellen Produkten teils als Schleifkörper eingesetzt wurden. Diese Partikel gelangen über das Abwasser in die Umwelt.

Mikroplastik ist laut Wikipedia ein zunehmendes Umweltproblem in Gewässern. Mit Zucker und Salz nutzt du Körner, die sich rückstandslos auflösen. Das ist der größte Vorteil, wenn du dein Ganzkörperpeeling selber machst.

Welche Fehler solltest du vermeiden?

Die drei häufigsten Fehler sind zu grobes Korn, zu viel Druck und zu häufige Anwendung. Alle drei reizen die Haut, statt sie zu pflegen.

Verzichte auf Peelings direkt nach der Rasur oder bei Sonnenbrand, offenen Stellen und Ekzemen. Bewahre Peelings mit Wasseranteil höchstens ein bis zwei Wochen auf, reine Öl-Zucker-Mischungen halten dank fehlendem Wasser mehrere Wochen im geschlossenen Glas. Nach dem Peeling gehört immer eine Feuchtigkeitspflege oder eine Runde gesichtssauna selber machen anleitung in die Routine, wenn du auch das Gesicht behandelst.

Häufig gestellte Fragen (FAQ)

Kann ich ein Ganzkörperpeeling mit normalem Haushaltszucker machen?

Ja, feiner Haushaltszucker eignet sich gut für ein selbstgemachtes Ganzkörperpeeling. Er ist milder als grober Rohrzucker und löst sich schnell auf, was ihn für empfindliche Haut angenehm macht. Kombiniert mit Olivenöl im Verhältnis 2:1 entsteht eine cremige Paste. Für sehr trockene oder gereizte Haut ist Zucker die schonendste Kornvariante.

Wie lange ist ein selbstgemachtes Körperpeeling haltbar?

Eine reine Mischung aus Öl und Zucker oder Salz hält im geschlossenen Glas mehrere Wochen, weil ohne Wasser kaum Keime wachsen. Sobald frische Zutaten wie Honig, Joghurt oder Wasser hinzukommen, sinkt die Haltbarkeit auf ein bis zwei Tage im Kühlschrank. Fülle das Peeling immer mit sauberem, trockenem Löffel um, um die Haltbarkeit nicht zu verkürzen.

Ist Salz oder Zucker besser für ein Ganzkörperpeeling?

Zucker ist milder und löst sich sanfter auf, deshalb passt er zu trockener und empfindlicher Haut. Salz peelt intensiver und wirkt leicht antibakteriell, eignet sich also für robuste Stellen wie Ellenbogen, Knie und Fersen. Auf frisch rasierter oder gereizter Haut solltest du Salz meiden, weil es brennen kann.

Soll ich vor oder nach dem Peeling duschen?

Am besten peelst du während des Duschens, wenn die Haut bereits warm und angefeuchtet ist. Warmes Wasser weicht die Hornschicht auf und macht das Peeling effektiver. Trage die Masse auf die feuchte Haut auf, massiere sie ein und spüle sie am Ende der Dusche ab. So bleibt der pflegende Ölfilm auf der Haut zurück.

Fazit

Ein Ganzkörperpeeling selber zu machen ist günstig, schnell und frei von Mikroplastik. Mit Zucker oder Salz, einem Trägeröl und wenigen Handgriffen bekommst du glattere Haut, ohne teure Fertigprodukte zu kaufen. Wichtig sind das richtige Korn für deinen Hauttyp, die Anwendung ein- bis zweimal pro Woche und eine Feuchtigkeitspflege danach.

Such dir eines der drei Rezepte aus, misch es beim nächsten Duschen an und spür den Unterschied selbst. Für weitere DIY-Ideen stöbere gern durch unsere anderen Beiträge zu Peelings und Selfcare.